Zyklisches zum Anderswo: Vom Unort und vom Denken. Ein postmoderner Memento-Mori-Monolog.

Ein in sich greifendes Gewirr aus Sätzen
Denken nennst du es
ich sage schwätzen.

Die großen Geister singen dir
ein immergleiches Rauschen
ich habe sie längst hinter mir.

Was sei der Mensch ohne sein Denken
fragst du: endloser Verlust
bloß Fleisch, getragen von Gelenken

Und was edle ihn, den Menschen noch
außer doch sein Wissen
im zwecklosen Naturmoloch?

Lenk ein, sag ich, Lenk ein
du denkst zu viel, und hängst zu sehr am Wissen
du wirst doch nicht einer von denen sein
die am Logos hängen und dabei den Mythos missen?

Das mag' am Schluss kein Gott dir mehr verzeihen
wenn du der endlos lebend Spielereien
nur nüchterne Gedanken schenkst
und deinen Blick in ewig-graue Bücher senkst.

Nein: du musst dir nicht das Hirn verrenken
vom Wissen ward noch keiner froh
Drum erfreue dich an den Geschenken
denn bald schon bist du anderswo.

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